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9 Tipps, um deine Vlogging Skills JETZT zu verbessern

Mit ein paar einfachen Tipps machst du deine Videos besser. Jetzt sofort. Auch als Anfänger kannst du mehr aus deinen Aufnahmen rausholen und deine Welt besser in Szene setzen, wenn du dich an ein paar simplen Tipps orientierst!

Mit ein paar einfachen Tipps machst du deine Videos besser. Jetzt sofort. Auch als Anfänger kannst du mehr aus deinen Aufnahmen rausholen und deine Welt besser in Szene setzen, wenn du dich an den folgenden Tipps orientierst!

Denke in Einstellungen (Shots)

Ich war zu einer Hochzeit eingeladen. Ein Besucher hat die gesamte Hochzeit gefilmt. Er hat seine Kamera auf einem Stativ aufgestellt und die Kamera ununterbrochen laufen lassen. Als die Braut herein kam hat er die Kamera herum geschwenkt, als das Publikum geklatscht hat er er sie herum geschwenkt und auch bei der folgenden Feier hat er die Kamera dauerhaft laufen lassen.

Dieser Ansatz Videos aufzunehmen hat verschiedene Nachteile. Nicht zuletzt könnte dem Zuschauer beim herum schwenken der Kamera übel werden.

Stell dir vor du bist selber vor Ort anwesend, dann hast du alle Freiheiten dich beliebig umzusehen. Ein Blick ins Publikum, zum Podium, auf deine Armbanduhr und zu den Bildern an der Wand ist kein Problem. Verfolgst du das ganze aber auf Video, dann kannst du nur dort hin schauen, wo die Kamera hin zeigt. Zeigt sie zu lange auf das gleiche und ermöglicht dir nicht, dich vor Ort umzusehen, wird dir schnell langweilig.

Fußballspiele werden mit ungefähr 20 Kameras aufgenommen. Ständig wechselt der Winkel und zeigt eine neue interessante Perspektive, die außerdem noch reich an Informationen ist. Jemand ist am Ball, fault, hält den Ball oder schießt ein Tor. Jede Einstellung trägt dazu bei, dass du dem Spiel folgen kannst. In jedem Shot passiert etwas, das zur Geschichte beiträgt.

Genau so solltest du beim Filmen überlegen, welche Einstellungen du filmen möchtest. Wer trägt zur Handlung bei und wo passiert etwas, dass für die Geschichte wichtig ist? Lass nicht einfach die Kamera laufen und hoffe beim Schneiden zufällig Schlüsselszenen im Material zu finden. Konzentriere dich von Vornherein darauf die wichtigen Dinge zu filmen, um am Ende nur wichtige Szenen bearbeiten zu müssen!

Ziele auf die Augen

Aufnahmen von Landschaften, Menschenmengen und Autos mögen beeindruckend sein, wenn du im Kino sitzt und das Geschehen auf der großen Leinwand verfolgst. Auch für Video sind solche Szenen für ein paar Sekunden nett aber wenn eine Geschichte erzählt werden soll, dann musst du die Emotionen einfangen, die auch zur Geschichte beitragen.

Wenn du schon mal Reaction Videos angeschaut hast, wirst du wissen, dass das Interessanteste die Reaktionen und dabei besonders die Augen der Darsteller sind. Sind die Augen nicht zu sehen, dann fehlt ein großer Teil der Reaktionen.

Beispiel: Eine Schlüsselszene im Meisterwerk Spiel mir das Lied vom Tod kommt fast völlig ohne Dialog aus und anhand der Gesichter und Augen kann man der Story perfekt folgen.

Filme Einstellungen unter 10 Sekunden

Wenn du dir Filme, Serien und Sportsendungen anschaust, wirst du schnell feststellen, dass selten Einstellungen länger als 10 Sekunden verwendet werden.

Nie läuft eine Szene einfach weiter, bis vielleicht etwas interessantes passiert. Ein Zuschauer möchte vom Video immer unterhalten werden, sonst wird es langweilig. Es wird immer zum nächsten interessanten Zeitpunkt geschnitten. So sind alle wichtigen Handlungen im Video enthalten, ohne die uninteressanten Leerläufe zwischen den Handlungen zu zeigen. Die Handlungen wiederum sind oft nur wenige Sekunden lang und entsprechend schnell erzählt.

Zoome zu Fuß

In Stadien wird viel mit Zoom gearbeitet. Die eingesetzten Kameras sind groß, die Aufhängungen der Kameras sind schwer und sie können bei den Spielern bis zu einer Aufnahme des Gesichts heran zoomen. Das hat alles seinen Preis.

Bist du mit deiner eigenen Kamera unterwegs und verwendest nicht gerade eine Steady Cam oder einen guten Gimbal, dann solltest du auf den Zoom völlig verzichten. Ein kleiner Wackler an der Kamera verwackelt deine Aufnahme bis zur Unbrauchbarkeit.

Tipp: Wenn du zoomen willst, dann solltest du das zu Fuß tun. Stelle den weitesten Winkel an deiner Kamera ein und bewege die Kamera auf das Objekt zu, statt zu zoomen.

Und der digitale Zoom? Auf keinen Fall solltest du den verwenden! Er skaliert lediglich das aufgenommene Bild hoch und die Qualität runter. Falls du das wirklich möchtest, kannst du ohne Probleme bei der Nachbearbeitung digital zoomen. Dann empfehlen wir dir allerdings das Video von vornherein in höherer Auflösung aufzunehmen, damit der Zoom nicht einfach nur die Vergrößerung einzelner Bildpunkte ist!

Halte still! Nicht bewegen, nicht zoomen

Profis wissen, wie man eine Kamera bewegt. Als Amateur ist das sinnvollste die Kamera still zu halten, während du filmst.

Tipp: Stelle deinen Shot ein, nimm auf und halte die Kamera still.

Nach dem Shot kannst du die Kamera in eine andere Position bringen und wieder aufnehmen.

Die Sonne im Rücken

Deine Kamera passt sich den Lichtverhältnissen automatisch an. Filmst du eine helle Szene, dann wird deine Kamera sich entsprechend der Helligkeit anpassen. Filmst du etwas dunkles, dann passt sie sich ebenfalls an und die dunkle Szene wird besser sichtbar.

Problematisch wird es, wenn im Bild sehr helle und sehr dunkle Objekte gleichzeitig zu sehen sind. Filmst du eine Person vor der Sonne, so wird die Sonne deutlich heller sein als die Person. Die Kamera versucht sich jetzt auf die dominante Helligkeit einzustellen, und das ist die Sonne. Die Person wird dann allerdings wesentlich zu dunkel aufgenommen und im schlimmsten Fall nur als schwarze Silhouette zu sehen sein.

Achte deshalb darauf, dass die Lichtquellen möglichst hinter dem Kameramann sind. Die Vorderseite der Person (des Objekts) sollte beleuchtet werden, damit du eine gut ausgeleuchtete Szene filmst.

Schalte digitale Effekte deiner Kamera ab!

Ein digitaler Effekt mag auf der Kamera gut aussehen. Allerdings beraubst du dich der Freiheit, besser passende Effekte in der Nachbearbeitung hinzuzufügen. Digitale Effekte kannst du immer nachträglich hinzufügen und so anpassen, wie sie dir gefallen. Die Kamera brennt sie hingegen fest ein und ruiniert dein Bildmaterial.

Tipp: Schalte alle digitalen Effekte jetzt sofort ab!

Lass dich bei der Auswahl deiner Kamera nicht von digitalen Effekten beeinflussen! Mag sein, dass die Liste von Features länger wird und sogar ein wahnsinniger digitaler Zoom vorhanden ist. Letztlich kannst du aber alles, wo digital dran steht, besser in der Nachbearbeitung regeln!

Mach deine Videos kurz

Zuschauer wollen unterhalten werden. Ihre Aufmerksamkeit nimmt schnell ab, wenn es langweilig wird. Und langweilig wird es schnell, wenn du die Kamera einfach laufen lässt ohne wirklich etwas zu sagen zu haben. Mache deine Videos daher kurz.

Tipp: Wenn man nichts zu sagen hat – einfach mal Schnauze halten!

Ein guter Kurzfilm kann dich fesseln. Ebenso kann dich ein langer Film fesseln. Bei guten Filmen trägt jede Szene zur Geschichte bei und auch wenn sie 120 Minuten lang sind konzentrieren sie sich auf das Wesentliche. Erinnerst du dich an die letzte gute Reklame, die du gesehen hast? Sie hat dein Interesse geweckt und ihre Aussage in wenigen Sekunden rüber gebracht. Wäre sie zu lang würdest du schnell das Interesse verlieren und weg schalten.

Die Hochzeitsfotos deiner Eltern geben ein gutes Gefühl der Atmosphäre bei der Hochzeit, obwohl es vielleicht nur 10 Bilder sind. Dafür sind es aber die entscheidenden 10 Bilder.

Konzentriere dich immer auf die wichtigen Teile deines Videos. Wenn du meinst, dass eine Szene weniger sinnvoll ist, dann schneide sie weg. Gib den Zuschauern das, was für sie wichtig ist und langweile sie nicht mit unnötig langen Szenen.

Benutze ein externes Mikrofon

Dein Smartphone, deine Kamera, was auch immer du zum filmen benutzt, all diese Geräte verfügen über ein eingebautes Mikrofon. Das Mikrofon ist vorhanden, weil die Geräte Video aufzeichnen können und kein Kunde eine Videokamera kaufen würde, die keinen Ton aufnehmen kann. Das heißt aber lange nicht, dass diese Mikros gut sind.

Sicher hast du schon gehört wie es klingt, wenn der Wind über die Kamera hinweg fegt oder wenn in lauten Umgebungen gefilmt wird. Der Ton ist oft unbrauchbar.

Das Video zeigt den Unterschied vom internen zum externen Mikrofon (Rode) bei der verbreiteten Sony Alpha 6500.

Besorge dir ein externes Mikro. Optimal ist eines, dass du an deinen Kragen clippen kannst. Dann überlagert deine Stimme alle Umgebungsgeräusche deutlich und der Ton hat die bestmögliche Qualität. Führst du einen Vlog und die Kamera ist nur etwa einen Meter von dir entfernt kannst du das Mikro auch an deiner Kamera anbringen.

Tipp: Eine tote Katze über dein Mikro stülpen klingt vielleicht seltsam, verbessert die Tonqualität aber drastisch. Vor allem bei Wind!

Fazit

Es gibt eine ganze Reihe von Tipps, die du sofort umsetzen kannst, um deines Videos zu verbessern. Ein paar Gedanken, ein paar Sekunden Planung und das Video wird wesentlich besser. Nichts hiervon wird dich sonderlich überrascht haben aber trotzdem wirst du in der Summe bessere Ergebnisse erzielen!

Der Artikel orientiert sich an dem Buch How To Shoot Video That Doesn’t Suck von Steve Stockman. Wenn du tiefer in die Materie einsteigen willst können wir die das Werk absolut empfehlen!

Was sind deine Erfahrungen? Wie holst du das beste aus deinen Videos raus? Was sind deine Tipps? Lass uns gerne einen Kommentar da! Wir freuen uns immer dazu zu lernen!

Markus ist bereits seit mehreren Jahren als Vlogger unterwegs. Er hat Pro Vlogger gegründet, um dem Erfolg großer YouTuber auf den Grund zu gehen und Anfängern eine Basis zu bieten über die sie einen leichten Einstieg in die Welt des Filme machens finden.

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