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Ausrüstung

Ist eine Sony Alpha 6000er perfekt zum Vloggen in 2021?

Systemkameras stehen Spiegelreflexkameras (DSLR) in nichts nach. Im Gegenteil: ohne Spiegel sparen sie viel Platz und haben trotzdem alle Funktionen und Bildqualität einer vergleichbaren DSLR. Wer den Gedanken größer ist besser überwinden kann, macht mit einer guten Systemkamera für seine Reise alles richtig!

Mit einer Systemkamera von Sony kann man aktuell nichts falsch machen. Die Sony α 7 Reihe (bei Amazon) ist Sony’s Trumpf bei Systemkameras mit Vollformat Sensor. Willst du allerdings eine kompakte Reisekamera die auch für Video stark ist landest du ganz schnell bei der Sony α 6000 Reihe. Ich verwende diese Ausrüstung:

Diese Kamera ist mit Kit Objektiv wegen der geringen Größe prima für unterwegs geeignet. Von Kit Objektiven ist keine Höchstleistung zu erwarten aber in diesem Fall ist es besonders reisetauglich, da es beim Ausschalten auf halbe Größe zusammen fährt. In die Hosentasche passt sie zwar nicht ganz aber in eine weite Jackentasche dafür ohne Probleme. Im Vergleich fühlt eine DSLR sich wie ein separates Gepäckstück an.

Surfer an einem Strand in Neuseeland. Aufgenommen mit Sigma 19mm f2.8

Die feste Brennweite von 19mm beim Sigma Objektiv ist für mich auf Reisen genau der richtige Bereich. Zoom vermissen ich selten, auch wenn es schon mal passiert. Mit einer 2,8er Blende ist das Objektiv bei unter 200€ außerdem recht günstig.

Eine Speicherkarte (Lexar Professional SDXC) oder vergleichbare muss gekauft werden, weil die Kamera bis 120 Bilder/Sekunde Full HD und 30 Bilder/Sekunde 4K aufzeichnet. Bisher besaß ich nur herkömmliche SD-Karten, die diese Datenraten nicht verarbeiten können.

Weitere Versionen der 6000er Reihe

Die Sony α 6000 (bei Amazon) ist der Vorgänger mit weniger Features aber gleicher Sensorgröße. Sie fokussiert angeblich langsamer und die Videoqualität ist geringer, da sie 4K nicht beherrscht und full HD mit maximal 60 Bilder/Sekunde aufzeichnet. Ich würde jedem, der nicht unbedingt die besseren Features der 6300 braucht zu dieser Variante raten, da sie außerdem die Hälfte kostet! 6000 und 6300 vergleichen

Die Sony α 6500 (bei Amazon) ist der Nachfolger mit nur wenig mehr Features, die dafür richtig viel kosten. Hauptargument für den Preis ist die optische Bildstabilisierung, für die man etwa 500€ mehr hinlegt als für die 6300. Wer clever ist kauft für diese 500€ lieber einen guten Gimbal (bei Amazon), den man auch für andere Kameras benutzen kann. 6300 und 6500 vergleichen

Apps für Sony α

Die auf den internen Speicher der Kamera installierbaren Apps fügen der Kamera interessante Funktionen hinzu. Zwar kann der Profi das auch alles selber hinkriegen, aber das schöne ist, dass es mit dieser Kamera nun so einfach geworden ist. Aus den über 30 Apps (offizielle Homepage) kann ich diese wärmstens empfehlen.

  • Timelapse (Zeitraffer) ist nicht nur für Timelapse sondern sogar für Hyperlapse sehr praktisch. Das Video aus dem Beispiel habe ich mit dieser App ohne Stativ gemacht. Abgesehen vom manuelle Modus sind auch die fertigen Programm, z.B. für Nachthimmel sehr praktisch. (~10€)
  • Stop Motion ist für kreatives Schaffen extrem praktisch, denn es wird das letzte und das aktuelle Bild überlagert, so dass man stets die Bewegungen unter Kontrolle hat. (~5€)
  • Sternspur, Lichtspuren und Bewegungsaufnahme sind aus meiner Sicht die nächst interessantesten. Ich benutze diese Apps allerdings nicht.

Erfahrungen, Pro und Contra

Ich bin von einer Canon EOS 600D auf die Sony α 6300 umgestiegen. Die Handhabung ist anders, die Optionen vielfältiger und die Ergebnisse mindestens ebenbürtig. Das hängt allerdings vom richtigen Objektiv ab. Nach der Eingewöhnung fühlt die Bedienung sich gut an und geht schnell von der Hand.

Pro

Faktoren, die für mich schon beim Kauf wichtig waren.

  • Großer APS-C Sensor
  • Objektive auswechselbar
  • Bis 120 Bilder/Sekunde bei fullHD
  • Bis 30 Bilder/Sekunde bei 4K
  • Apps für noch mehr Funktionalität
  • Kompaktes Format (wobei große Objektive diesen Vorteil wieder ausgleichen)
  • Back Button AF. Während die Kamera im manuellen Modus ist und der Auslöser das Bild nicht scharf stellt, kann mit dem Back Button AF automatisch fokussiert werden. Sehr nützlich um schnell vor- zu fokussieren und den Rest manuell zu machen.
  • Focus Peaking für eine Darstellung des Fokus, indem Kanten markiert werden. Für manuelle Fokussierung sehr interessant.
  • Eingang für externes Mikrofon

Contra

Bei den Nachteilen musste ich erst mal genau überlegen, bis mir etwas einfällt. Die Kamera ist sehr gut, aber Kleinigkeiten gibt es doch anzumerken.

  • Mit fast 1000€ recht teuer. Die 6000er ist eine hervorragende Alternative für etwa 600€!
  • Kein Ausgang für Kopfhörer
  • Kein Touch Screen (6500er ist mit Touch ausgestattet)
  • Geringes Angebot an nativen Objektiven (aktuell etwa 30), wobei mir dies vollkommen ausreicht
  • Warnhinweis beim Start der Kamera im NTSC Modus kann nicht abgeschaltet werden. Das ist wirklich ein Nachteil, den bei jedem Einschalten der Kamera muss die gleiche Meldung bestätigt werden. Das wäre nicht nötig.

Fazit

Die Sony α 6000 ist meine Reisekamera, weil sie Foto und Video in sehr guter Qualität bietet. Außerdem hat sie so viele Funktionen, dass sie sicherlich über Jahre interessant bleibt. Vor allem mit den Apps kann man kreativ werden.

Reicht die Bildqualität nicht mehr aus kannst du über bessere Objektive nachdenken wobei größere Objektiv auch unhandlicher sind. Richtig gute Objektive liegen preislich in der Nähe von 1000€ wobei ein paar interessante Festbrennweiten existieren, die sich preislich unter 200€ tummeln.

Für die nächsten Jahre weißt du also, womit meine Fotos gemacht wurden! Ich hoffe die Kamera bewährt sich auch auf lange Frist.

Mehr über Kameras?

Schaue dir meine Meinung zu anderen Kameras an, die ich benutze oder benutzt habe.

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Und wenn du etwas Grundwissen über Fotografie allgemein brauchst solltest du mal ein Auge auf diesen Artikel werfen:

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Markus ist bereits seit mehreren Jahren als Vlogger unterwegs. Er hat Pro Vlogger gegründet, um dem Erfolg großer YouTuber auf den Grund zu gehen und Anfängern eine Basis zu bieten über die sie einen leichten Einstieg in die Welt des Filme machens finden.

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