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Ausrüstung

Der Utilmative Vlog Ausrüstung Guide /Wander Dude

Ich präsentiere euch hier die Ausrüstung, mit der ich meine Vlogs aufnehme, schneide und alles was noch dazu gehört. Da meine Videos auf Reisen entstehen ist meine Ausrüstung entsprechend klein und kompakt.

In diesem Artikel wird vorgestellt, mit welchen Werkzeugen Markus von Wander Dude seine Videos produziert.  Dieser Artikel stammt von dem Reise Portal https://wanderdu.de. Freut euch auf einen Beitrag von Markus!

Da ich meine Videos auf Reisen mache ist mir eine kompakte Ausrüstung wichtig. Am besten sollte alles in einen Rucksack passen. Auf der anderen Seite will ich flexibel sein, in 4K aufnehmen können und sowohl Action als auch ruhige Sequenzen und wenn möglich auch mal Aufnahmen aus der Luft machen können. Das heißt ich brauche auf jeden Fall mehrere Kameras, die alle nicht so groß sein sollten.

Computer, Schnitt und Apps

Ich habe mit iMovie angefangen zu schneiden. Irgendwann hat es allerdings nicht mehr gereicht, da die Fähigkeiten von iMovie sehr begrenzt sind. Der Umstieg auf Final Cut Pro X war also naheliegend. Final Cut ist leicht zu bedienen und leicht zu erlernen. In Kombination mit Apple Motion sind die Möglichkeiten für einen Amateur wie mich quasi unbeschränkt.

Mac Book Pro mit Final Cut Pro X

Da ich einen Mac Computer verwende, bin ich an die Software von Apple gebunden. Hier habe ich alle wichtigen Tools und ein großer Teil davon ist von Apple entwickelt. Für Windows gibt es allerdings eben so gute Alternativen. Wer neu mit Videoschnitt beginnt, Windows verwendet und ein kostenloses Programm haben möchte sollte sich mal DaVinci Resolve anschauen. Die kostenlose Version bietet alles, was ein ein semi-professioneller Cutter benötigt und stößt man an seine Grenzen, dann kann auf die Pro Version aufgerüstet werden.

  • iMovie (Apple)
    Für Einsteiger die optimale Einsteigersoftware zum schneiden von Videos. Der Funktionsumfang ist eingeschränkt (maximal 2 Video Spuren), jedoch für den Schnitt einfacher Videos absolut hinreichend. Ich habe iMovie eine Weile genutzt bis es mir nicht mehr gereicht hat und ich Final Cut Pro X gekauft habe. iMovie ist bei Kauf eines Macs immer enthalten.

    Die Oberfläche von iMovie ist simpel. Nach wenigen Minuten hat man sich eingewöhnt

  • Final Cut Pro X (Apple)
    Die Profisoftware von Apple für Videoschnitt. Es ist leicht zu erlernen und zu benutzen. in Kombination mit Apple Motion sind die Möglichkeiten fast unbeschränkt.
  • Photos (Apple)
    Photos ist gut, um Videos zu organisieren. In meinem Workflow importiere ich erst alle Videos nach Apple Photos und nutze Photos dann als Quelle für Final Cut. Die Videos verschiedener Kaneras sind dann richtig sortiert.
  • Motion (Apple)
    Nicht unbedingt notwendige Software für schlichte Videos, jedoch schön für Effekte und Templates. Für gelegentliches Feintuning an irgendwelchen Effekten ist Motion hervorragend und kostet nur einen Bruchteil von Final Cut.
  • Pixelmator (Pro)
    Seit für Photoshop nur noch das Abo Modell möglich ist und es mittlerweile genügend Alternativen gibt, bin ich auf Pixelmator umgestiegen. Die normale und die Pro Version gab es im Bundle und während ich mich von Photoshop kommend bei Pixelmator direkt heimisch gefühlt habe ist die Pro Version etwas gewöhnungsbedürftig.
  • Handbrake (Open Source)
    Der Apple Compressor zum komprimieren von Videos ist ein separates Produkt und kostet 50€. Hier kommt das Programm Handbrake sehr gelegen, das alle wichtige Funktionalitäten für die Videokompression bietet. Ich bin dazu übergegangen verlustfrei aus Final Cut zu exportieren und mit Handbrake anschließend die Größe zu reduzieren (üblicherweise von 10GB auf weniger als 1GB also etwa Faktor 10).
Tipp: Einen Kurzen Abriss anschauen wie eine Folge entsteht? hier entlang: Die 4 Schritte zu deinem ersten Reise-Vlog.

Datensicherung

Wer viel gefilmt hat möchte sein Daten auch gut gesichert wissen. Ich schätze eine USB Festplatte reicht grundsätzlich aus. Ich benutze allerdings immer zwei Festplatten mit identischem Inhalt. Früher habe ich die Inhalte per Hand abgeglichen, mittlerweile verlasse ich mich auf meine RAID 1 Systeme. Ein RAID 1 spielt auf alle eingesetzten Platten den gleiche Inhalt. Fällt eine Platte aus, dann kann sie ersetzt werden und das RAID System spielt den Inhalt automatisch auf die neue Platte aus.

USB Festplatten

Es gibt nichts gegen USB Festplatten zu sagen. Sicherlich ist dies die günstigste Lösung zur Datensicherung. Da mir aber bereits mehrere Platten ausgefallen sind vertraue ich nicht auf eine einzelne Platte. Somit ist für mich die einfachste Lösung 2 USB Festplatten mit gleichem Inhalt zu verwalten.

RAID Systeme

Ein RAID kombiniert mehrere Festplatten je nach RAID Stufe. RAID 1 spielt die Inhalte identisch auf alle verwendeten Festplatten aus. Außerdem verdoppelt sich die Lesegeschwindigkeit. Es gibt günstige Lösungen für 2 Platten in einem Gehäuse.

Tipp: Es ist ein Unterschied, ob 2,5 oder 3,5 Zoll Platten verwendet werden. Die kleineren 2,5 Zoll Platten werden nicht mehr in großen Größen gefertig. Außerdem sind sie teuerer als große 3,5 Zoll Festplatten.

GoPro zum Vloggen

Meine Vlogging Kamera muss klein sein und überall hin mitkommen können. Ich benutze fast schon altmodisch eine GoPro 8 zum Vloggen. Tatsächlich habe ich bereits eine GoPro 3 Black und eine GoPro 4 Silver verschlissen. Dass ich mit einer Action Kamera auf Aspekte wie Tiefenschärfe verzichte ist mir bekannt aber der Vorteil durch die geringe Größe überwiegt einfach deutlich.

Der Media Mod für die GoPro 8 erweitert die Kamera um 2 Blitzschuhe, Anschlüsse und ein externes Mikrofon

Aus den folgenden Gründen bin ich von meine GoPro 8 begeistert:

  • Die Bildstabilisierung ist hervorragend. In jeder Situation kann mit dieser kleinen Kamera ein schön ruhiges Bild aufgenommen werden.
  • Der Media Mod bietet Erweiterungsmöglichkeiten, die zum Vloggen sehr wichtig sind. Hauptsächlich ist mir das zusätzliche Mikrofon wichtig, mit dem die GoPro nun auf hochwertigen Sound aufnehmen kann. Wem das nicht reicht, der kann sein eigenen Mikrofon anstecken.
  • Sollte mich die Verzerrung des Fischauges stören kann ich auf Linear wechseln und das Bild ist kaum verzerrt.

Sony 6000er für B-Roll

Eine kompakte Systemkamera bietet mehr Möglichkeiten für Kreativität als eine GoPro. Vor allem kann die Kamera mit dem richtigen Objektiv optimal auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Nachdem ich mit mehrere Objektive experimentiert habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es zwei zum Vloggen geeignete Objektive gibt:

  • Das Sony SEL-16F28 ist ein älteres Modell aber der Zoomfaktor bei dieser Festbrennweite ist perfekt geeignet, um mit der Kamera zu Vloggen und auf Reisen Landschaftsfotos und Videos zu machen. Das Objekt ist sicher nicht perfekt, kann aber recht preiswert bei eBay erstanden werden! Ich habe selber etwa 100€ bezahlt und Kosten gegenüber Nutzen sind in dem Fall sehr gut ausgeglichen!
  • Das Sony SEL-1018F4 ist ein Zoom Objektiv im Weitwinkel Bereich von 10 bis 18mm. Die Bildqualität ist sehr gut und der Zoom bietet Flexibilität. Das Objektiv hat aber den sehr großen Nachteil, dass es gewaltig groß ist und beim Vloggen grundsätzlich erst der Zoom justiert werden muss. Trotz der insgesamt guten Qualität und Leistung diese Objektivs würde ich aber immer zum oben genannten greifen.
Tipp: Wer eine Systemkamera zum Vloggen benutzt, sollte unbedingt eine stabilisierte Kamera benutzen. Wackelige Bilder einer nicht stabilisierten Kamera sind nicht mehr zeitgemäß!

Es gibt Gründe für und gegen die Verwendung dieser (oder allgemein einer solchen) Kamera.

Fangen wir an mit Gründen die FÜR eine Systemkamera sprechen:

  • Volle Kontrolle über Blende, Belichtung und andere Einstellungen der Kamera.
  • Die Qualität der Fotos und besser als die einer Action Kamera oder eines Smartphones.
  • Kontrolle über Tiefenschärfe, so fokussierst du das Objekt oder die Person und der Hintergrund ist angenehm weichgezeichnet. Damit lenkst du den Fokus auf das Objekt im Fokus.
  • Farbprofile für besseres Color Grading in der Nachbearbeitung.
  • Objektive lassen sich tauschen und ein Mikrofon kann angeschlossen werden.

Gründe die GEGEN Systemkameras zum Vloggen sprechen:

  • Die Kamera ist relativ sperrig im Vergleich zu Action Kameras.
  • Die Kamera ist auch relativ teuer und ein Separates Mikrofon, Objektiv und am besten Ersatzakkus müssen angeschafft werden.
  • Bei meiner Kamera fehlt die Bildstabilisierung, weshalb die Kamera leider zum Vloggen unbrauchbar ist.
  • Da meine Videos relativ Actionlastig sind kann oft eine Systemkamera nicht mitkommen.
  • Bedienung ist kompliziert, was allerdings nach einer Eingewöhnung nicht mehr relevant ist.

Ich verwende die Sony Alpha 6300. Wäre die Kamera stabilisiert, würde ich sie zum Vloggen verwenden. So ist sie aber ungeeignet. Mit einem Gimbal würde sie noch sperriger. Das ist der Grund, weshalb ich eine GoPro verwende!

Die Sony Alpha 6600 ist (aktuell) das neueste Modell der Reihe. Mein Objektiv zum Vloggen ist das 2.8f 16mm Objektiv von Sony, das im Gegensatz zum hier abgebildeten Objektiv sehr klein ist.

DJI Mini 2 für Drone-Shots

Die Mavic Mini hat gegenüber anderen Drohnen den Vorteil, dass man nicht so viel Verwaltungsarbeit auf sich nehmen muss, um sie in die Luft zu bringen. Da sie unter 250 Gramm wiegt gilt sie als Spielzeug. Ein Drohnenführerschein muss zwar nicht gemacht werden, eine Versicherung muss aber abgeschlossen werden und man muss als Pilot registriert werden. Meine Haftplfichtversicherung schließt Drohnen mit ein.

Tipp: Wer Hobbyvideos macht und eine Drohne anschaffen möchte kann getrost zur DJI Mini greifen. Die Bildqualität ist für YouTube Videos völlig hinreichend und der Preis der Drohne angemessen. Wer als Anfänger der Meinung ist, dass dies nicht ausreicht sollte schon genau wissen, warum es lohnt, in eine größere Drohne zu investieren. Meiner Meinung nach lohnt es nicht. Lediglich zwischen Mini 1 und Mini 2 sollte gewählt werden.

Das kleine Kraftpaket von Dji erfüllt alle Wünsche, die man an eine Drohne haben kann. 4K Videos sind möglich und vor allem ist die Drohne klein und transportabel

DJI Mini 2 Erfahrungen

Ich benutze die Drohne nun seit ein paar Monaten und habe ein paar Erfahrungen gesammelt:

  • Das Fly More Pack ist nicht unbedingt notwendig. Ich nehme meine Drohne zum Klettern mit und filme das Gelände üblicherweise von ein paar Seiten. Dafür reicht ein Akku bereits aus. Mit einer Powerbank lässt sich dieser Akku recht schnell wieder laden. Theoretisch hätte ich damit morgens und nachmittags eine volle Ladung zu Verfügung.
  • Ich filme grundsätzlich mit 2,7K und 30FPS. Ursprünglich hatte ich die Mini 2 gewählt, um auf mit 60FPS filmen zu können. Das geht allerdings nur in FullHD und lohnt sich gar nicht, da bei meinen Landschaftsaufnahmen ein ruhiger, gleichmäßiger Flug nicht weiter verlangsamt werden muss. Die Auflösung ist für leichtes Reframing in der Nachbearbeitung gut, da meine Videos alle in FullHD gerendert werden.

Zusammenfassend bin ich heute der Meinung, dass mir das erste Modell der DJI Mini mit einem Akku völlig gereicht hätte.

4. Fazit

Kompakte Ausrüstung eignet sich gut zum Reisen ist aber nicht billig. Ich trage Technik mit einem Wert von über 4000€ herum und entsprechend ist immer Vorsicht geboten. In Hostels / Hotels kommt meine Ausrüstung in ein Schließfach und ich habe nur meine Kameras bei mir. Unterwegs ist alles sicher in im Rucksack verstaut. Bei kurzen Reisen von wenigen Wochen kann daas Notebook zu Hause bleiben.

Für das Filmen aus der Hand würde ich immer eine Kamera mit Weitwinkel empfehlen. Ob GoPro oder eine andere Action Kamera ist vermutlich Geschmackssache.

Wie ist deine Meinung? Was für Ausrüstung benutzt du zum Vloggen, wenn du unterwegs bist?

Markus ist bereits seit mehreren Jahren als Vlogger unterwegs. Er hat Pro Vlogger gegründet, um dem Erfolg großer YouTuber auf den Grund zu gehen und Anfängern eine Basis zu bieten über die sie einen leichten Einstieg in die Welt des Filme machens finden.

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