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Kamera für Anfänger, die wichtigsten Begriffe

Befasst du dich zum ersten mal intensiver mit deiner Kamera? Als Neuling können die Begriffe und die Handhabung einer guten Kamera schon etwas überwältigend sein. Am Ende kommt es aber nur auf wenige Werte an, die man wirklich unter Kontrolle haben sollte und wissen sollte wie die Kamera reagiert, wenn man sie verändert. Auf diese Werte gehen wir jetzt ein!

Befasst du dich zum ersten mal intensiver mit deiner Kamera? Als Neuling können die Begriffe und die Handhabung einer guten Kamera schon etwas überwältigend sein. Am Ende kommt es aber nur auf wenige Werte an, die man wirklich unter Kontrolle haben sollte und wissen sollte wie die Kamera reagiert, wenn man sie verändert. Auf diese Werte gehen wir jetzt ein!

Begriffe die du kennen musst

In deiner Kamera fällt Licht durch das Objektiv auf einen Sensor und die Daten werden in deiner Kamera leicht nachbearbeitet und dann gespeichert. Zum Beispiel in einem JPG. Alle Kameras die es gibt machen das gleiche, nur bestimmt der Aufbau wie gut die Qualität des resultierenden Bildes am Schluss sein wird. Das hängt von den folgenden Bestandteilen ab.

Sensor deiner Kamera

Auf den Sensor fällt das Bild in Form von Licht und er zeichnet mit mehreren Millionen Punkten alles auf. Bei Sensoren gibt es deutliche Unterschiede, allem voran seine Größe. Eine grundsätzliche Idee vom Sensor zu haben ist beim Kauf einer Kamera relevant, danach gibt er dir vor was du mit deiner Kamera machen kannst.

Der Sensor liegt direkt hinter dem Objektiv und nimmt das Bild auf (Quelle)

Je größer ein Sensor ist, desto mehr Licht kann er aufnehmen. Smartphones haben einen kleinen Sensor, brauchen also viel Licht. Gute Kameras haben größere Sensoren und brauchen weniger Licht für ein Foto. Du kannst einstellen wie viel Licht dein Sensor bekommt, indem du Blende und Belichtungszeit veränderst.

Es gibt eine große Zahl verschiedener Sensorgrößen (Quelle)

Ein Smartphone macht doch auch gute Bilder? Der Sensor von einem Smartphone ist sehr klein. Man kann damit zwar gute Bilder machen, braucht dafür aber gute bis sehr gute Lichtverhältnisse. Im Dunkeln sind Bilder vom Smartphone stark verrauscht und unscharf. Ein größerer Sensor hat es wegen seiner zusätzlichen Fläche leichter in kurzer Zeit mehr Licht einzufangen. Auch bei schnellen Bewegungen, wie z.B. bei der Sportfotografie, muss das Bild sehr schnell aufgenommen werden, sonst wird es unscharf.

Wo kommt der Name Kleinbild oder Vollformat her? Die Größe des Films stimmt mit der Größe von analogen Kleinbildkameras überein. Das Vollformat hat also die volle Größe der damals üblichen Analogfilme.

Blende, auch Lichtstärke genannt

Die Blende reguliert wie viel Licht auf den Sensor fallen darf. Bei einer weit geöffneten Blende ist das wesentlich mehr als bei einer geschlossenen.

Der angegebene Blendenwert besagt um welchen Faktor das vorhandene Licht abgeschwächt wird. Eine Blende von 1 würde bedeuten, dass dein Objektiv das Licht nicht abschwächt. Solche Objektive sind aber schwer herzustellen und entsprechend teuer. Normal sind Blendenwerte ab 4, dein Objektiv schwächt das Licht also um Faktor vier ab. Wenn du die Blende schließt, der Wert also größer wird, schwächst du das Licht noch weiter ab.

Unterschiedliche Blendeneinstellungen. Offensichtlich lässt die weiter geöffnete Blende mehr Licht durch (Quelle)

Damit beeinflusst du natürlich auch wie viel Licht auf deinen Sensor fällt. Um ein Bild nicht falsch zu belichten, musst du die Belichtungszeit im Zusammenspiel mit der Blende justieren. Du kannst normalerweise die Blende fest vorgeben und die Belichtungszeit von der Kamera festlegen lassen.

Warum werden für die Blende so krumme Werte angegeben? Eine Blendenstufe ist so festgelegt, dass sich das einfallende Licht halbiert (oder verdoppelt). Machst du also eine Blendenstufe zu, musst du doppelt so lange belichten. Kameras können ihre Blende heutzutage auch feiner als nur in ganzen Blendenstufen einstellen.

ISO, Lichtempfindlichkeit des Films

Digitalkameras verwenden keinen Film mehr. Früher wurden jedoch Filme mit bestimmten ISO Wert für Fotos benutzt. Für einen Film stand dann über seinen ISO (International Standard Organization) Werte fest, wie empfindlich er auf Licht reagiert. Ein Sensor hat zwar genau eine Empfindlichkeit gegenüber Licht, beim Einstellen unterschiedlicher ISO Werte kann man aber am besten sagen: er verhält sich wie ein Film mit gewissem ISO Level.

Der ISO Wert beeinflusst die Helligkeit deines Bilds. Allerdings musst du bei höheren ISO Werten mit mehr Rauschen rechnen. Deshalb ist es wichtig einen dem vorhandenem Licht angemessenen Wert zu wählen. Bei Tageslicht kannst du bei ISO 100 gute Ergebnisse erzielen. Wird es dunkler und du müsstest länger belichten, so kannst du dem mit höheren ISO Werten etwas entgegen steuern.

Verdeutlichung, wie mit höherem ISO Wert das Bild stärker rauscht (Icon: Quelle)

Warum rauschen Foto von Smartphones im Dunkeln stark? Der kleine Sensor muss seinen ISO Wert für die dunkle Umgebung weit nach oben drehen. Hohe ISO Werte führen aber zu verrauschten Bildern. Die einzige Alternative wäre das Bild länger zu belichten. Dann wiederum wird es allerdings verschwommen sein, weil die Fotos normalerweise ohne Stativ aufgenommen werden.

Belichtungszeit, auch Verschlusszeit

Die Belichtungszeit ist neben Blende und ISO der dritte und letzte Wert, den du für Aufnahmen justieren kannst. Blende und Belichtungszeit müssen immer im Einklang sein, damit die Aufnahme optimal ausgeleuchtet wird. Gleichzeitig sollte der ISO Wert so weit wie möglich unten bleiben.

Langzeitbelichtung: Nun kann dein Bild auch erst nach mehreren Sekunden optimal belichtet sein. Beispielsweise bei einer Aufnahme der Milchstraße oder wie im folgenden Beispiel des Verkehrs bei Nacht. Die kreativen Möglichkeiten sind in dem Fall dadurch vorgegeben, dass du auf jeden Fall ein Stativ verwenden musst.

Lichtspuren einzufangen ist auch mit längerer Belichtungszeit möglich (Quelle)

Richtiger Einsatz der Technik

Die beste Kamera hilft nicht, wenn die aufgenommenen Fotos schlecht sind. Auf ein paar Dinge solltest du immer achten, wenn du Bilder aufnimmst.

Es werde Licht

Achte auf die folgenden Punkte:

  • Faustregel: Der Kameramann sollte das Licht im Rücken haben. Damit garantierst du, dass die Szene aus Sicht der Kamera gut ausgeleuchtet ist.
  • Willst du hartes oder weiches Lichte verwenden? Hartes Licht erzeugt harte Schatten, weiches Licht hingegen gleichmäßige sanfte Schatten.
  • Ist dein Motiv gleichmäßig ausgeleuchtet (oder zumindest so wie du es haben möchtest)?
  • Welche Farben haben deine Lichtquellen?

Wir sind es gewohnt stets zum hellsten Punkt eins Bildes zu schauen. Positioniere also dein Hauptmotiv entsprechend.

Komposition

Überlege dir wie du die Objekte im Bild arrangieren willst. Dies erzählt eine ganz eigene Geschichte.

  • Willst du ein Objekt zeigen, so zeige es in der Totalen.
  • Willst du eine Person in ihrer Umwelt zeigen, dann nimm sie aus gewisser Entfernung auf, so dass die Umwelt hinreichend abgebildet ist.
  • Willst du Emotionen zeigen, dann nimm Gesichter aus der Nähe auf, so dass man die Gesichtszüge genau erkennen kann.

Goldener Schnitt: Objekte im Zentrum des Bildes wirken weniger interessant als Objekte die 1/3 vom Rand entfernt positioniert sind. Kameras bieten hierfür Hilfslinien an, auf denen das Objekt platziert werden sollte.

Ebenen

Faustregel: Vordergrund macht Bild gesund! Hierin steckt viel Wahrheit, denn gute Aufnahmen besitzen häufig mehrere Ebenen. Es gibt in der Regel den Vordergrund, den Mittelgrund mit dem Hauptmotiv und einen Hintergrund.

Durch verschiedene Ebenen erhält dein Bild mehr Tiefe und wirkt plastischer. Ein simpler Vordergrund kann eine Pflanze, ein halber Türrahmen oder eine Mauer sein. Es muss nicht komplex sein, und doch wertet es dein Foto extrem auf. Bei dem Hintergrund verhält es ähnlich.

Fazit

Zusammengefasst gibt es bei jeder Kamera zwei zentrale Werte mit denen man richtig umgehen muss: Blende und Verschlusszeit. Natürlich könnte man seine Kamera im vollautomatischen Modus betreiben, dann schränkt man allerdings auch seine Kreativität ein.

Als Anfänger sollte man sich langsam vorwärts tasten und seine Kamera besser kennen lernen. Es lohnt sich deshalb mit einer günstigen Kamera anzufangen, bis man an seine Grenzen stößt und die Kamera soweit gemeistert hat, dass ihre Funktionen nicht mehr reichen. Um allerdings vernünftig die Handhabung und Funktionen einer Professionellen Kamera zu erlernen, sollte die Kamera alle Funktionen einer professionellen Kamera bieten.

Welche Tipps würdest du einem Anfänger mitgeben? Gibt es noch wichtige Begriffe, die du klären würdest? Lass uns einen Kommentar da, wir freuen uns immer noch mehr zu lernen!

Markus ist bereits seit mehreren Jahren als Vlogger unterwegs. Er hat Pro Vlogger gegründet, um dem Erfolg großer YouTuber auf den Grund zu gehen und Anfängern eine Basis zu bieten über die sie einen leichten Einstieg in die Welt des Filme machens finden.

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