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Wie ich mit meinem brandneuen Kanal sofort Geld verdiente

Maik hat bereits mit dem ersten Video in seinem Kanal Geld verdient. Wie er das arrangiert hat erzählt er uns in diesem Gastbeitrag.

Dies ist ein Interview mit Maik, der bereits ab seinem ersten Video mit seinem Kanal Geld verdient hat. In diesem Artikel gibt er uns einen Einblick wie er das gemacht hat und inspiriert uns, mehr aus unseren Videos zu machen.

Was für Vorkenntnisse hattest du übers Vloggen und Filmemachen?

Mein Interesse fürs Filmemachen wurde in der Schule geweckt. Es gab eine Video AG und ich drehte meinen ersten Kurzfilm. In der Oberstufe wollte ich dann Geld verdienen und fing an, als Kassierer im Supermarkt zu arbeiten. Nach 3 Monaten hatte ich die Nase voll und wollte den Job schmeißen.

Mein Vater ermutigte mich, dass ich versuchen sollte mit meinen Filmen Geld zu verdienen. Er vermittelte mir einen Testkunden und am Ende kam ein schöner Film heraus und ich hatte tatsächlich Geld verdient. Das war mein Startschuss in die Branche. Es folgen viele kleine Image- und Eventfilme, eine kleine Doku war auch mal dabei. Vlogs habe ich bis dahin nie gemacht. Ich stand immer lieber hinter der Kamera.

Was für einen Kanal wolltest du gründen / hast du gegründet?

Nach meinem Abi reiste ich für 7 Monate nach Neuseeland und als ich nach Deutschland zurück kehrte, war ich mit dem Reisefieber infiziert. Ich machte weitere Städtereisen ehe ich mich entschloss vor dem Studium nochmal für 4 Monate nach Kanada zu gehen. Da mein Konto ziemlich leer war und ich Lust hatte auf dieser Reise etwas zu drehen, dachte ich mir: “Ey, mach doch mal Reisevideos, stell sie auf YouTube und motiviere andere Leute auch loszuziehen. Moment, kann das nicht jemand bezahlen?”

My Work & Travel, Maik am Nordpol (zum Video)

Wie hast du einen Sponsor gefunden, der deine Videos bezahlt?

Ich überlegte mir also wer meine Zielgruppe sein könnte. Da ich mit einem “Work & Travel” Visum gereist bin, stellte das die größte Gruppe dar. Es gibt Organisationen die diese Auslandsaufenthalte für junge Menschen begleiten und für mich war klar, dass ich diese Unternehmen ansprechen sollte.

Auf meiner Neuseelandreise nahm ich selbst die Leistung einer solchen Organisation in Anspruch und war sehr zufrieden. Daher konnte ich auch guten Gewissens die Firma empfehlen. Ich hatte ja noch eine Kontaktadresse und stellte meine Idee vor: Ich reise nach Kanada, mache jeden Tag Videos von meinem Work & Travel Leben und stelle diese alle paar Tage online. Ich wurde in die Firmenzentrale eingeladen, präsentiere mein Konzept und wir kamen tatsächlich ins Geschäft.

Insgesamt hat die Sponsorensuche einfacher funktioniert, als ich anfangs gedacht habe. Es war von großem Vorteil, dass ich bereits ein passendes Unternehmen an der Hand hatte und es eine Kontaktbasis gab. Bevor ich das Unternehmen anschrieb, erkundigte ich mich natürlich auch, ob es bereits andere Vlogger auf dem Gebiet gab. Es stellte sich heraus, dass es nur einige wenige gab und die Videos glücklicherweise mieserabel zusammengeschnitten waren. Selbstbewusst sagte ich, dass ich das besser kann und bot somit ein Alleinstellungsmerkmal an.

My Work & Travel, endlich in Kanada! (zum Video)

Was hat dein Sponsor im Gegenzug von deinen Videos (als Werbung) erwartet?

Mein Vorschlag war, dass ich das Logo des Sponsors ins Intro & Outro einbinde. Zusätzliche würde ich noch eine Verlinkung in der Videobeschreibung einbauen und versuchen, bei dem zugehören Facebook-Kanal Werbung zu machen. Das Unternehmen empfand das als fair und stimmte zu.

Wie hast du festgelegt, was du je Video verdienen kannst?

Die Preisfindung war der schwerste Part. Man will nicht zu günstig aber auch nicht zu teuer sein. Letztlich habe ich versucht herauszufinden was Netzwerke wie Mediakraft und TubeOne pro 1000 Klicks auszahlen und dann eine Schätzung meiner Zuschauerzahlen angestellt. Auf der Grundlage habe ich dem Sponsor mein Angebot unterbreitet. Da ich bei Vertragsschluss noch keine Zuschauer hatte, habe ich etwas günstiger als die Netzwerke angeboten.

My Work & Travel, Maik auf Jobsuche (zum Video)

Was hast du in der Zeit übers Vloggen gelernt?

Auf der Reise lernte ich dann von Video zu Video, wie ich meinen Workflow gestalten muss, welche Themen für die Zuschauer spannend sind und welche nicht. Ich lernte, dass Vloggen ein gigantischer Berg Arbeit ist aber ich zugleich auch Selbstbewusstsein aufbauen konnte und lernte vor der Kamera sprechen zu können. Letztlich habe ich die Videos auch zum großen Teil für mich mein späteres Ich, meine Freunde und Familie gemacht.

Kannst du eine Karriere als YouTuber empfehlen?

Würde ich das Vloggen empfehlen? Jein. Mache dir Gedanken, ob du wirklich Bock hast, dich regelmäßig zu filmen und diese Sachen auch online zu stellen. Möchtest du hauptsächlich Geld verdienen oder willst du Wissen weitergeben? Wenn du nur Geld mit Vlogs verdienen willst, lass es lieber. Die Chance, dass du wirklich viel Geld mit YouTube oder Werbepartnern verdienst ist gering. Es sieht zwar leicht aus, ist es aber nicht.

Ich selbst habe nach zwei Jahren das Projekt für mich als beendet erklärt. Das ist für mich nicht tragisch, da ich tatsächlich ein bisschen Geld für meine Kanadareise verdient habe, dies aber nicht meine einzige Motivation war. Wenn du aber Bock auf Videoschnitt hast, gerne in die Kamera quatscht und ein Thema hast, dass noch nicht 1000 Mal auf YouTube zu finden ist, dann los! Ich denke du hast dann auch realistische Chancen für deine Idee (sofern du sie gut ausarbeitest und bisschen Glück hast) zu verkaufen. Sei erfinderisch in jeder einzelnen Projektphase.

Ich drücke die Daumen!

Danke an Maik für diesen inspirierenden Einblick. Wir hoffen, du als Leser kommst auch mal in die Position einen Sponsor zu suchen und zu finden und dir so deine Videos bezahlen zu lassen. Lass uns in jedem Fall gerne einen Kommentar über deine bisherigen Erfolge und Versuche da!

Maik hat nach dem Abitur seine erste Fernreise nach Neuseeland unternommen. Das Geld konnte er dank Work and Travel Visum vor Ort mit diversen Erntearbeiten verdienen. Die Erlebnisse dort dokumentierte er in einem Reiseblog. Zurück in Deutschland war Maik vom Reisefieber infiziert und startete nach unzähligen kleinen Reisen nach Kanada. Erneut, mit einer Arbeitserlaubnis ausgestattet, erkundete er das Land. Mehr als 110 Tage filmte er seine Erlebnisse, die inzwischen über 374.000 Mal auf YouTube angesehen wurden. 
Zurück in Hamburg hat Maik Film und Fernsehen studiert und die eigene Produktionsfirma Nashorn Filmhaus KG gegründet. Lange Reisen, Geschichten erzählen und Menschen zu inspirieren, zählen zu den wichtigsten Themen in Maik's Leben.

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