Connect with us

Produziere Videos

YouTube und Vlogging per Smartphone? Das geht!

Wenn du einen YouTube Kanal gründen möchtest, könntest du einer bekannten Falle zum Opfer fallen: Zu glauben du müsstest mit der bestmöglichen Ausrüstung starten. Wir können dir garantieren, dass das nicht so ist. Schon die Videos von deinem Smartphone sind völlig hinreichend!

Vloggen mit Smartphone … warum?

Ziemlich sicher besitzt du bereits eine gute Kamera: Dein Smartphone. Wenn du erst bei YouTube starten möchtet gibt es gute Gründe, warum du dir nicht direkt eine bessere Kamera kaufen solltest:

  • Mittlerweile produzieren Smartphones so gute Videos, dass du mit der Qualität überhaupt erst mal an die Grenzen stoßen musst, bevor du über bessere Kameras nachdenken solltest!
  • Als Anfänger ist dir vermutlich nicht klar, welche Kamera für dich die richtige ist. Hör nicht auf Vlogger, die von der perfekten Vlogging Kamera sprechen! Du brauchst die für dich optimale Kamera! Nutze in der Zwischenzeit einfach dein Smartphone.
  • Du hast dein Smartphone immer bei dir, besser geht es doch gar nicht!
  • Du sparst dein Geld, solange du noch nicht weist, was du benötigst.
Casey Neistat, ein Pionier im professionellen Vlogging, sagte bereits, dass die Ausrüstung nicht das wichtigste ist. In seinem ersten Werk The Neistat Brothers (Link zu YouTube Playlist) benutzt er mit seinem Bruder Van Neistat durchweg schlechte Kameras. Die beiden haben die Show mit iMovie geschnitten und letztlich für mehrere Millionen Dollar an HBO verkauft. Die Miniserie ist ein absolutes Meisterwerk!

Filmen mit dem Smartphone kann Videos in hervorragender Qualität produzieren

Mit Smartphone vloggen, aber richtig!

Für dein Video machen bereits Kleingkeiten einen großen Unterschied. Wenn du die Tricks kennst ist es gar kein Problem sie zu beachten und deine Videos noch ein wenige besser zu machen.

Tipp: Wir haben einen Artikel darüber geschrieben, wie du mit einfachen Faustregeln bessere Videos machst: 9 Tipps, um deine Vlogging Skills JETZT zu verbessern.

Plane voraus, wähle die richtigen Hilfsmittel und führe deine Kamera wie ein Profi:

  • Du wirst dein Smartphone beim Filmen vermutlich direkt in der Hand halten. Bedenke aber das wackelige Aufnahmen die Qualität deutlich reduzieren. Bietet deine Kamera Bildstabilisierung, dann schalte sie ein. Bietet sie es nicht, dann denke über einen Gimbal nach!
  • Bei statischen Aufnahmen kannst du ein Stativ einsetzen. Damit bist du mit der Ausrichtung deiner Kamera flexibel und die Aufnahme ist perfekt ruhig!
  • Achte auf genügend Licht! Der Sensor in deinem Smartphone ist klein und bei wenig Licht werden die Aufnahmen nicht gut. Kannst du zusätzliches Licht aufstellen oder nutzen, dann tu das.
  • Die Sonne im Rücken. Filme nicht gegen die Sonne, sondern von ihr weg. So ist deine Szene immer gut ausgeleuchtet und die Bildqualität entsprechen hoch. Gleiches gilt natürlich für künstliche Beleuchtung.
  • Filmst du längere Einstellungen (z.B. ein Interview), dann verwendet mehrere Kameras. Bei einem Schnitt kannst du dann von einer Einstellung auf eine andere Wechseln. So fallen die Schnitte weniger auf und die Szene ist lebendiger. Optimal sind natürlich identische Kameras mit identischen Einstellungen.
  • Der Schnitt des Videos ist absolut wichtig! Beim Schnitt entscheidet sich wie gut dein Video wird. Schlechter Schnitt kann die besten Aufnahmen ruinieren. Guter Schnitt kann aus durschnittlichen Aufnahmen großartige Videos machen.
  • Achte auf guten Ton. Du wirst mit der Zeit feststellen, wie wichtig guter Ton ist!

Bessere Tonqualität mit wenig Geld

Schlechter Ton schreckt mehr ab als schlechtes Bild! Es gibt außerdem genug Möglichkeiten deine Tonqualität zu verbessern.

Tipp: Was wir dir als erstes empfehlen ist nicht sofort ein externe Mikrofon zu kaufen, sondern darauf zu achten, wie du dein Smartphone hältst. Mit der richtigen Haltung kannst du bereits das störende Knistern beseitigen, das auch bei leichtem Wind entsteht. Schirme das interne Mikro deines Smartphones mit der Hand ab und bilde eine Hörmuschel in die Richtung, aus der der Ton kommt. Man sollte es nicht glauben aber bereits mit diesem einfachen Trick erhöhst du die Tonqualität dramatisch!

Reichen dir einfache Tricks nicht aus oder ist die Tonqualität deines Smartphones einfach zu schlecht, dann kannst du auf ein externes Mikrofon zurückgreifen.

Hinweis: Entscheidest du dich für ein Mikrofon mit Klinke Stecker, dann muss dies ein TRRS Stecker sein! Du erkennst das daran, dass er vier Kontakte hat. Mikrofone die für Kameras gedacht sind haben normalerweise nur drei Kontakte, heißen TRS und werden an deinem Smartphone nicht funktionieren!

Überlege auch hier was für dich das beste ist, denn wieder kann man nicht das allgemein Beste empfehlen. Es kommt auf deine Anforderungen an:

  • Ein Lavalier Mokrofon hat ein längeres Kabel und du kannst es zum Beispiel an deinen Kragen klippen, um stets nah an der Tonquelle zu sein.
  • Ein Richtmikrofon sitzt direkt an deinem Smartphone und zeitgt im besten Fall in deiner Richtung. Für die Flexibilität nicht verkabelt zu sein nimmst du hier etwas schelchtere Tonqualität in Kauf.
  • Ein separates Mikrofon. Es besteht natürlich immer die Möglichkeit den Ton separat aufzunehmen. Sei es mit einem Diktiergerät, mit einem Standmikrofon das direkt zu deinem Computer streamt oder mit einem weiteren Smartphone, das näher an der Tonquelle ist.

Ein separates Mikrofon kann eine gute Option sein das Video nachzuvertonen

Welches die beste Möglichkeit für dich ist, entscheidet sich durch deine Möglichkeiten und Bedürfnisse. Vielleicht musst du auch gar keinen Ton aufzeichnen, weil du dein Video später mit Voice-Over und Musik untermals.

Apps zum Filmen

Zum Einstieg solltest du immer das verwenden, was du bereits hast. Das bedeutet, die auf deinem Smartphone vorinstallierte App ist zum Filmen vermutlich ganz gut und du solltest dich mit ihr genauer befassen, bevor du weitere Apps installierst. Am Ende steht hinter allen Apps schließlich die gleiche Kamera!

Willst du trotzdem aufrüsten, dann wirf einen Blick auf die App FiLMiC Pro (Link). Diese App eröffnet dir völlig neue Optionen mit deinem Smartphone, dafür kostet sie aber auch etwas. Wie immer empfehlen wir dir den Umstieg erst, wenn du mit dem, was du bereits hast, an deine Grenzen gestoßen bist!

Apps zum Schneiden

Am Smartphone zu schneiden hat Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil ist sicherlich, dass du jederzeit mal eben zwischendurch dein Video schneiden kannst. Nachteil hingegen ist, dass du nicht die Flexibilität einer professionellen Anwendung hast. Allerdings kann man das auch wiederum als Vorteil ansehen, da du dich so besser aufs Wesentliche konzentrieren kannst und deine Videos schneller fertig werden.

Ein paar empfehlenswerte Apps sind folgende:

  • iMovie für iOS. Wer ein iPhone hat kann auf diese grundsolide App zurückgreifen. Perfekt geeignet für alle grundlegenden Aufgaben.
  • GoPro Quick. Die Idee hinter dieser App, ist dass du mal eben schnell ein tolles Video produzieren kannst. Allerdings hast du wenig Kontrolle über den Prozess. Deswegen eigent es sich am ehesten für kleine Clips z.B. für Instagram.
  • SPLICE. Diese App bietet dir Features wie iMovie und ist aber noch etwas flexibler. Mehrere Tonspuren, Geschwindigkeitsanpassungen und eine Musikbibliothek machen dir das Leben leichter. Die Musik darf allerdings nicht kommerziell eingesetzt werden. Die Macher von GoPro stellen uns hier eine Top Schnittsoftware zu Verfügung!

Fazit

Wie du siehst kannst du den gesamten Prozess am Smartphone durchführen. Es ist auch klar, dass dies Grenzen hat. Für professionelle Produktionen wird dein Smartphone vermutlich nicht ausreichen aber einen Vlog von deiner Reise kannst du so definitiv leicht und schnell produzieren. Vor allem für Anfänger lohnt es sich erst einmal auszuprobieren, bevor teures Equipment angeschafft wird!

Hast du noch Anregungen? Lass uns gerne einen Kommentar da. Wir lernen natürlich auch noch gerne dazu!

Markus ist bereits seit mehreren Jahren als Vlogger unterwegs. Er hat Pro Vlogger gegründet, um dem Erfolg großer YouTuber auf den Grund zu gehen und Anfängern eine Basis zu bieten über die sie einen leichten Einstieg in die Welt des Filme machens finden.

Wer schreibt hier?

Themengebiete

ProVlogger Podcast

Pro Vlogger
Pro Vlogger
Wir stellen uns vor
/
  • Wir stellen uns vor

    Wir stellen uns vor

    Jul 22, 2019 • 9:56

    Nun ist der Startschuss gefallen, ab sofort gibt es den ProVlogger Podcast. Wir reden zunächst nicht über das Vloggen, sondern über uns und ProVlogger, die Website.

  • The Answers, Interview zum Kurzfilm von Daniel Lissing und Michael Goode

    The Answers, Interview zum Kurzfilm von Daniel Lissing und Michael Goode

    Aug 17, 2019 • 24:33

    Wir haben Daniel Lissing und Michael Goode zu ihrem Kurzfilm The Answers ausgefragt und die beiden haben uns bereitwillig Rede gestanden. Das Resultat gibt es nun in dieser Folge zu hören.

  • Musik für YouTube: frei oder gekauft?

    Musik für YouTube: frei oder gekauft?

    Sep 16, 2019 • 27:07

    Du brauchst Musik für YouTube? Woher nehmen, wenn nicht stehlen und wann ist es überhaupt gestohlen?

  • Die perfekte Vlogging Kamera

    Die perfekte Vlogging Kamera

    Oct 20, 2019 • 18:24

    Welche Kamera ist für dich geeignet? Nach welchen Kriterien wählst du die Kamera aus? Wir haben die wichtigsten Kriterien zusammengetragen und analysiert!

  • Mehr Watchtime OHNE neuen Content

    Mehr Watchtime OHNE neuen Content

    Jan 20, 2020 • 11:34

    Du brauchst mehr Watchtime, um bei YouTube weiter nach vorne zu kommen und häufiger in Suchergebnissen zu erscheinen. Aber wie bekommst du mehr Watchtime? Darum geht es in dieser Episode!

  • Aus der Schule in die Kinos - mit Jannis Riebschläger

    Aus der Schule in die Kinos - mit Jannis Riebschläger

    Aug 5, 2020 • 46:27

    Jannis Riebschläger ist heute professioneller Filmproduzent mit eigenem Studio in Hamburg. Er blickt auf einen rasanten und spannenden Werdegang zurück. Die Schule abschließend und wenig später den eigenen Film in die Kinos bringen, das ist nicht nur ein Traum, sondern sein erstes großes Projekt. In dieser Episode sprechen wir mit…

Trending